Home

Beiträge vom 23. März 2008

Wüste

Sonntag, 23. März 2008 | Autor: mouchi

Wüste SinaiEr rennt, läuft weg. Läuft, weiß, er muss laufen, mit baren Füßen im Sand. Immer weiter, weiter, nur fort, fort, fort. Die Landschaft öffnet sich nicht, immer nur Sand, Sand, Sand. Und laufen, laufen. Halt, warum laufen? Nein, das kann es nicht sein. Sich wehren, die MP rausholen, zurück schießen. Schießen? Nein, nein, nein. Es hilft nicht, es kommt kein Schuss. Weiter, laufen, weiter. Zur Oase? Zur Oase.

Foto:MF-Warburg Lizenz: GNU Free Documentation license

Thema: Träume | Kommentare geschlossen

Jahre mit E. – Neun vor dem Ende

Sonntag, 23. März 2008 | Autor: mouchi

Finchley Road Tube Station

London 17. Mai 1973

Mein Verhältnis zu E. ist zur Zeit etwas schizophren. Bei aller Liebe, ich weiß nicht ob es passt. Es ist so leer in mir, sind da Gefühle?

Gestern habe ich an R. geschrieben, die Trauzeugin von I. Heimlich natürlich. Das bedeutet Stress für die nächsten Tage, denn E. darf einen Antwortbrief natürlich nicht abfangen. Warum dieses Hingezogensein zu R., ich bin ja mit E. zusammen? Gibt es so etwas wie Liebe, was ist das? Stirbt Liebe durch Auseinandersetzungen ums Badewannenscheuern, Sachen, die eigentlich zu regeln sein müssten?

Der Streit um den Haushalt drängt sich in den Vordergrund, aber ist das nicht nur vorgeschoben? Eigentlich gibt sie zu, dass ich in diesen Dingen große Anstrengungen unternommen habe, aber dann meint sie, ich interessiere mich nicht genug für ihre Arbeit. Und überhaupt, ich rede nicht genug. Mag sein, manchmal habe ich kein Interesse an dem, was sie sagt. Sie zieht alle Argumentationen in die Länge, verliert sich in Einzelheiten und Abseitigkeiten, das ermüdet mich und ich vermeide überhaupt Gespräche anzufangen.

Ich komme einfach nicht klar mit Leuten, von denen ich glaube, dass sie eigentlich laut denken, aber ihre Gedanken als Geistesblitze und Argumente verkaufen. Irgendwo kann ich dann nicht mehr folgen, ich scheine zu rational oder einfach anders gestrickt zu sein. Ich bin eher bedächtig denke länger nach, was ich sagen kann und soll, und da kann es schon passieren, dass ich den Faden verliere. Oder einfach unter Druck Mist rede. Dann passiert es, dass ich mich in meinen Gedanken verliere, nicht mehr bei der Sache, der Diskussion bin. Es ist leicht, dass die Gegenüber das dann als mangelndes Interesse auslegt. Ist das so?

R. meint, ich hätte mich komisch benommen am Hochzeitsabend, unnötigerweise, wie sie sagt. Sie schreibt mir trotzdem. Und ich warte auf eine Antwort.

Foto: Oxyman License: Creative Commons Attribution 2.5

Thema: Erinnerungen | Kommentare geschlossen